Die Welt bewegt sich schneller als gedacht auf einen volatilen Strommarkt zu

Wir treten in einen Strommarkt ein, der zu komplex ist, um von Menschen allein verwaltet zu werden. Volue-CEO Trond Straume sagt, dass sich die Energiebranche darauf vorbereiten sollte.

28. Apr. 2021

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Wer die Nachrichten verfolgt, weiß, dass Entscheidungsträger in letzter Zeit das Tempo für den Übergang zu einer fossilfreien Welt vorgeben.

Der Leaders Summit on Climate der vergangenen Woche, ausgerichtet von Präsident Joe Biden, war ein deutliches Signal dafür, dass die USA sich wieder dem internationalen Kampf gegen den Klimawandel anschließen.

Gleichzeitig hat die EU ehrgeizige neue Ziele zur Eindämmung des Klimawandels verabschiedet. Die Kohlenstoffemissionen sollen bis 2030 um mindestens 55 % gesenkt werden. Bis 2050 wird Europa klimaneutral sein.

Und Anfang April kündigten sieben europäische Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien, an, öffentliche Subventionen für fossile Brennstoffe im Ausland einzustellen und sich auf die Finanzierung nachhaltiger Projekte zu konzentrieren.

Auch China hat ehrgeizige Ziele für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gesetzt.

Diese Zusagen sind ein klares Zeichen dafür, dass der Übergang zu sauberer Energie mit voller Geschwindigkeit voranschreitet.

Der Anteil von Öl, Gas und Kohle nimmt ab und macht erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie Platz.

Die gute Nachricht ist, dass wir neben Finanzierungsmitteln und politischem Willen nun auch über die Technologie verfügen, um diesen Wandel voranzutreiben.

Energieunternehmen sollten sich auf einen bevorstehenden volatilen Markt vorbereiten, indem sie ihre Investitionen in die Energieoptimierung verstärken.

Trond StraumeCEO von Volue

Bereiten Sie sich auf einen volatilen Markt vor

Mit dem stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Stromerzeugung nimmt auch die Volatilität am Markt zu.

Während der heutige Strommarkt noch von einigen hundert Akteuren dominiert wird, werden es in Zukunft wahrscheinlich Tausende oder sogar Millionen sein.

Die Grenze zwischen Erzeuger und Verbraucher wird zunehmend verschwimmen. Der Markt wird von sogenannten „Prosumern" dominiert werden – also von jenen, die sowohl produzieren als auch verbrauchen.

Und wenn die Angebotsseite vom Wetter abhängt, wird die Versorgungssicherheit zur Herausforderung.

Kurz gesagt: Wir treten in einen Strommarkt ein, der zu komplex ist, um von Menschen allein bewältigt zu werden.

Energieunternehmen sollten sich auf einen volatilen Markt vorbereiten, indem sie ihre Investitionen in die Energieoptimierung deutlich verstärken.

Technologieunternehmen haben den Schlüssel

Die Lösung liegt in einer Kombination aus digitaler Technologie und tiefem Branchenwissen.

Unsere Erfahrung im europäischen Strommarkt – mit 8 der 10 größten Versorgungsunternehmen als Kunden – hat uns gezeigt, dass die Energiewirtschaft Unterstützung benötigt, um Energieerzeugung, Trading, Verteilung und Verbrauch zu optimieren.

Energieunternehmen müssen Daten bis ins kleinste Detail analysieren, sie greifbar machen, ihre Komplexität beherrschbar gestalten und in effektive Echtzeit-Entscheidungsunterstützung übersetzen.

Einige unserer Kunden im Bereich Wasserkraft nutzen beispielsweise Mess- und Automatisierungstechnik, um die Genauigkeit bei der Überwachung von Wasserkraftdämmen zu erhöhen – und verbessern damit sowohl die Produktionsplanung und die Versorgungssicherheit als auch die nachhaltige Bewirtschaftung regulierter Wasserläufe.

Die Ablösung fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien ist keine triviale Aufgabe, und wir alle müssen enorme Anstrengungen unternehmen, um die grüne Transformation zu vollziehen.