
Stromproduzenten sowie Stromverbraucher in Japan werden aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um Stromengpässen im Juli in Regionen wie Tohoku, Tokio und Chubu entgegenzuwirken. Dort wird erwartet, dass die Reservekapazität kaum die erforderlichen Mindestdrei Prozent abdeckt, die für eine stabile Stromversorgung bei extremer Hitze notwendig sind. Die Stromengpässe sind besonders in Tokio spürbar (bleiben Sie für weitere Updates auf dem Laufenden.)
Ein Grund für die möglichen Stromengpässe ist die Veränderung der Verbrauchergewohnheiten infolge der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie. Es wird angenommen, dass dies zu einem unerwarteten Anstieg der Stromnachfrage beigetragen hat. Dieser Trend ist seit dem Sommer 2020 in den wichtigsten Regionen Japans deutlich zu beobachten.
Darüber hinaus war das aktuelle politische Klima rund um Russland und die Ukraine ein treibender Faktor hinter den stark gestiegenen Preisen für Brennstoffe wie LNG, was das Risiko einer ausreichenden Brennstoffbeschaffung zur Sicherstellung einer stabilen Stromversorgung erhöht.
Die potenziellen Auswirkungen der erwarteten Stromengpässe in diesem Sommer sind gravierend, da sie nicht nur die Strompreise erheblich beeinflussen und die Volatilität am Markt erhöhen werden, sondern auch die Struktur des Strommarkts verändern und zu Anpassungen der bestehenden Energiepolitik und -regulierung führen werden, wie nachfolgend dargelegt.
Um in diesem Sommer eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten, hat das „Power Supply Demand Committee" in seiner Sitzung vom 7. Juni verschiedene Maßnahmen beschlossen.
Zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen wurden mehrere mögliche strukturelle Änderungen diskutiert: