Unser neues Whitepaper, das diesen Monat veröffentlicht wurde, präsentiert unsere Analyse der sich stetig verändernden europäischen Stromangebotsbilanz bis 2050 auf Basis der neuesten Annahmen.
5. Dez. 2023

Mit Blick auf die Zukunft sind die Jahre nach 2040 mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Das Streben nach einem überwiegend fossilfreien Energiesystem wird voraussichtlich bestehen bleiben und die politischen Positionen maßgeblich beeinflussen. Über diesen 30-jährigen Zeithorizont werden aufkommende Technologien zweifellos eine zentrale Rolle spielen. Obwohl noch unklar ist, welche Technologie die Führung übernehmen wird, gilt Wasserstoff als aussichtsreicher Kandidat, während Kernenergie in mehreren Ländern ebenfalls eine bedeutende Stellung einnimmt. Die Forschung zu kleinen modularen Reaktoren (SMR) steht im Einklang mit diesem Trend. Obwohl die Kernfusion bedeutende Fortschritte erzielt hat, bleibt ihre marktbeherrschende Stellung vor 2050 ungewiss.
Auf der Erzeugungsseite erwarten wir, dass die Kerntechnologien erneuerbare Quellen wie Wind, Solar und Wasserkraft sein werden. Diese werden durch große und kleine Kerntechnologien sowie Gaskraftwerke ergänzt, die sowohl Erdgas als auch Wasserstoff nutzen können. Aus Verbrauchsperspektive rechnen wir – neben den klassischen Haushalts-, Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungssektoren – mit einem starken Anstieg beim Einsatz von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen, um die Gesamtnachfrage zu steigern, insbesondere in den großen Märkten Deutschland, Frankreich und Spanien.
Wasserstoff ist darauf ausgerichtet, als Bindeglied zu fungieren und alle Sektoren nahtlos zu integrieren. Grüner Wasserstoff wird dabei eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung der europäischen Energieversorgung spielen. Seine wichtigsten Anwendungsgebiete liegen in der industriellen Wärmeversorgung, dem Antrieb von Schwerlastfahrzeugen sowie der Deckung von Spitzenlastbedarf bei der Gebäudeheizung – insbesondere in Kombination mit Wärmepumpen für ältere Gebäude, möglicherweise in Form von synthetischem Erdgas (SNG). Auch Wasserstoffs Rolle als Stromspeicherlösung ist bemerkenswert. Derzeit erwarten wir, dass das inländische Angebot an grünem Wasserstoff hinter der Nachfrage zurückbleiben wird, sodass eine Abhängigkeit von blauem, türkisem und rosafarbenem Wasserstoff sowie von Importen aus Ländern außerhalb der EU entsteht – voraussichtlich in Form von grünem Ammoniak, das später in Wasserstoff umgewandelt werden könnte.
Vija Pakalkaite, Produktmanagerin für mittel- und langfristige Produkte bei Volue Insight, erklärt: „Unser Langfristbericht bis 2050 navigiert durch eine Landschaft, die fast drei Jahrzehnte in der Zukunft liegt. Die Zeit nach 2040 bringt erhebliche Unsicherheiten mit sich, wobei eine nahezu fossilfreie Energieversorgung die politischen Leitlinien prägt. Die Zukunft wird unweigerlich von neuen Technologien geprägt sein, und wenn wir die Erzeugungslandschaft betrachten, werden erneuerbare Energien wie Wind, Solar und Wasserkraft das Fundament bilden, gestützt durch vielfältige Kerntechnologien und anpassungsfähige Gaskraftwerke."

Installierte Elektrolyseurkapazität (Stromverbrauch)
Obwohl die Bemühungen zur Dekarbonisierung voraussichtlich anhalten werden, gehen wir davon aus, dass eine vollständige Dekarbonisierung möglicherweise erst zwischen 2055 und 2060 erreicht wird – und damit leicht hinter dem aktuellen politischen Ziel der EU zurückbleibt, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erzielen.
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Angesichts der fortschreitenden Integration der europäischen Strommärkte, des Übergangs des japanischen Strommarkts zu organisierten Börsen und der zunehmenden Preisvolatilität auf den Strommärkten gewinnen Futures und Terminkontrakte erheblich an Bedeutung. Unsere umfassenden Preisprognosen für Forward- und Futures-Märkte liefern aufschlussreiche, dynamische Daten und befähigen Kunden, effektive Absicherungsstrategien zu entwickeln.
Energy Market Data & Forecasts

Unsere nordischen und mitteleuropäischen Berichte behandeln, wie Marktpreise, industrielle Entwicklung und politische Rahmenbedingungen den Strommarkt verändern. Die Berichte sind als Begleitdokumente für Investitionsentscheidungen unverzichtbar und werden von Stromerzeugern und -verbrauchern genutzt, um sich auf die Energiewende vorzubereiten, die in den nächsten 30 Jahren erwartet wird.
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